Alpakas

Alpakas und Wölfe – Geschichte ohne Happy End

Alpakas vs. Wolf

Die rasante Vermehrung und Ausbreitung des Wolfes über ganz Deutschland bereitet immer mehr Weidetierhaltern Probleme. Mittlerweile sind immer häufiger auch Alpakas betroffen. Im April gab es binnen weniger Tage tödliche Angriffe auf kleinere Alpakaherden (Fredersdorf, 17.04.2020 & Marienberg, 20.4.2020).

Dabei gelten Alpakas und Lamas, ebenso wie Esel laut den Wolfsberatungstellen (Landesämter, NABU etc.) als Schutztiere gegen den Wolf. Das wird von den zuständigen Stellen vehement behauptet, obwohl seit Jahren immer wieder auch Alpakas von Wölfen getötet wurden. Dennoch werden in vielen Bundesländern Schutzmaßnahmen für Kameliden nicht gefördert, obwohl sie als Nutztiere anerkannt sind. Auch die Höhe der Entschädigungen ist bei Kameliden eine Grauzone. Wenn Alpakas oder Lamas vom Wolf gerissen werden, und Entschädigungszahlungen bewilligt werden, ist nicht klar, wie viel gezahlt wird. Laut Landesamt soll die Entschädigung dem Betrag entsprechen, der an die Tierseuchenkasse gezahlt wird. Doch aufgrund des hohen Tierwertes, der bei Zuchttieren nicht selten 5.000-30.000€ beträgt, sind die Tiere beitragsfrei. Dass jetzt auch Alpakas vermehrt Wölfen zum Opfer fallen, deutet zwei Tendenzen an: Wölfe erweitern ihr Beuteschema und greifen bisher unbekannte Tierarten an, die noch dazu “wehrhafter“ als Schafe sind. Es zeigt aber auch, dass Wölfe immer bessere Zäune überwinden, denn Alpakas müssen laut Veterinärvorgaben in vielen Regionen mit 1,60m hohem Wildzaun gezäunt sein.

%d Bloggern gefällt das: